BI-SPEKTRUM

Aufruf zu Beiträgen

Ausgabe 01/2018: Data Lakes und Europäischer Datenschutz

in seiner am 8. März 2018 erscheinenden Ausgabe 01/2018 wird sich BI-SPEKTRUM dem Fokusthema Data Lakes und Europäischer Datenschutz widmen.

Wir freuen uns darauf, durch Ihre eingereichten Beiträge von Ihren Erfahrungen und Lösungskonzepten zu lernen. Zunächst möchten wir Ihnen kurz das Thema etwas näherbringen:

Data Lakes

Bekanntlich sind Data Lakes Datenspeicher, in denen die verschiedensten Daten (unstrukturierte und strukturierte) gespeichert werden, um sie für unterschiedliche Analysen und Reports nutzen zu können.  Oft ist der spätere Verwendungszweck noch offen und die Daten werden „auf Vorrat“ gespeichert. Der Hauptvorteil eines Data Lakes (zum Beispiel gegenüber einem Data Warehouse) liegt in der freien Wahl von Werkzeugen und Methoden, die zur Weiterverarbeitung der gespeicherten Daten genutzt werden. Das bedeutet allerdings auch, dass das Konzept des Data Lakes nicht scharf umrissen ist und es deshalb verschiedenste Varianten einer solchen zentralen Datenquelle im Unternehmen gibt.

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Data Lakes müssen sich Unternehmen deshalb nicht nur mit den geeigneten Technologien auseinandersetzen, sondern auch mit den damit verbundenen organisatorischen Aspekten (Data Governance), dem Thema Metadatenmanagement aber auch Konzepten wie Open Data oder Industrial Data Space für die Einbindung von unternehmensexternen Daten.

In Anbetracht der neuen EU Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai 2018 europaweit in Kraft tritt, können Data Lakes gerade im Bereich Governance und Compliance durchaus problematisch werden. Schließlich werden in den großen Datenspeichern alle möglichen Daten aus den unterschiedlichsten Quellen gespeichert und miteinander verknüpft. Personenbezogene Datenunterliegen in der neuen DS-GVO allerdings besonderem Schutz und müssen daher gesondert behandelt werden. Wie gehen Unternehmen mit diesen Vorgaben am effektivsten um?

Die zentralen Konzepte der DS-GVO sind Datenschutz durch Technikgestaltung (Privacy by Design) und datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Privacy by Default). Privacy by Design kann z.B. durch Pseudonymisierung erreicht werden. Privacy by Default bedeutet, dass nur die personenbezogenen Daten verarbeitet werden, die für den jeweiligen Zweck objektiv erforderlich sind. Damit wird bereits bei der Erhebung von Daten eine technikseitige Beschränkung gefordert, die bspw. eine zweckfreie Sammlung „auf Vorrat" in einem Data Lake unterbinden soll. Für alle BI-ler und Datenanalysten stellt sich daher die große Frage, wie kann man die Anforderungen der EU DSGVO einhalten und gleichzeitig die ambitionierten Ziele der BI- und Big Data-Initiativen im Unternehmen umsetzen?

Einreichung der Abstracts bis zum 30.11.2017 an christoph.witte(at)sigs-datacom.de


Mögliche Themen sind zum Beispiel:

  • Welche Regeln gelten für DS-GVO kompatible Data Lakes? Wie lassen sich bestehende Data Lakes EU DS-GVO compliant machen? Wie werden Unternehmen EU DS-GVO compliant? Wie bereitet man sich auf die Beweislastumkehr und die damit verbundenen Dokumentations- und Nachweispflichten vor?
  • Welche Daten gehören in einen Data Lake? Welche Data Maturity Zones werden realisiert?
  • Wie muss eine moderne Daten-Architektur beschaffen sein? Welche Rollen spielen Lambda-Architekturen, d.h. die Verknüpfung von Real Time und Batch Verarbeitung?
  • Was ändert sich durch die EU DS-GVO an der Data Governance im Unternehmen: Wer trägt die Verantwortung? Wer entscheidet, was / wie / wo / wie lange gespeichert werden darf? Welche Regeln ändern sich für Data Lakes?
  • Wie beeinflusst die EU DS-GVO die BI- und Analytics-Prozesse im Unternehmen? Was ist erlaubt, was nicht?
  • Wie wird das Risikoprinzip der DS-GVO umgesetzt, wie werden die Abwägungskriterien für die Risikoanalyse definiert, wie die Datenschutz-Folgenabschätzung?
  • Für „Datensammlungen für Analysezwecke“ gelten grundsätzlich die Rechte der Betroffenen auf Berichtigung (Art. 16 DS-GVO), Löschung (Art. 17 DS-GVO) oder das Widerspruchsrecht gegen eine
  • Was kann man machen, „wenn es eigentlich schon zu spät ist“: Last Minute Ratgeber

Wenn Sie einen eigenen Artikel schreiben oder einreichen möchten, senden Sie bitte Titel, Kurzbeschreibung des Inhalts und Autorenkurzbiografie bis zum 30.11.2017 an christoph.witte(at)sigs-datacom.de.

Selbstverständlich können Sie auch schon fertig formulierte, aber bisher nicht veröffentlichte Beiträge einreichen. Greifen Sie dazu eine der genannten Fragen auf oder schlagen Sie weitere spannende Themen vor.

Alle Einreichungen werden vom BI-SPEKTRUM-Fachbeirat geprüft.

Wichtige Termine:

  • 30.11.2017: Einreichung des Abstracts
  • 30.12.2017: Späteste Abgabe des Review fähigen Beitrags
  • 30.01.2018: Späteste Abgabe des finalen Beitrags

Ist der Vorschlag akzeptiert, senden Sie bitte den ausformulierten Entwurf spätestens bis 30.12.2017 an die Redaktion. Bitte orientieren Sie sich bei der Erstellung Ihres Beitrages an den BI-SPEKTRUM-Autorenrichtlinien.

Wenn Sie den Aufruf zu Beiträgen erhalten möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an Emanuel Rosenauer.