BI-SPEKTRUM

Aufruf zu Beiträgen

Ausgabe 02/2019: BI ist tot!

in seiner am 24.06.2019 erscheinenden Ausgabe 02/2019 widmet sich BI Spektrum mit einem besonderen Fokusthema der Zukunft von Business Intelligence unter dem Motto „BI ist tot!“. Wir freuen uns darauf, dieses kontroverse Thema durch Ihre eingereichten Beiträge in Form von Erfahrungen, Lösungskonzepten auch in Verbindung mit Stellungnahmen zu unterlegen. Dazu erlauben Sie uns, zunächst das Thema zu skizzieren:

In der jüngeren Vergangenheit haben technologischer Fortschritt und Innovationen eine neue Dynamik im BI-Markt entfacht: Zunächst durch Big Data, Cloud Computing, nunmehr durch Ansätze der künstlichen Intelligenz und insgesamt durch erheblich gesteigerte Rechenleistung und Datenspeicher- und Verarbeitungsmöglichkeiten bei relativ geringeren Kosten werden konventionelle Ansätze wie bspw. das Enterprise Data Warehouse, Reporting, OLAP, Dashboards zunehmend in Frage gestellt. Neue Verfahren und Technologien schicken sich an, alte Lösungen und Systeme abzulösen, um effektiver, kostengünstiger, schneller analytische Fragestellungen zu bewältigen. Wesentlicher Treiber sind auch das Bedürfnis nach höherer Flexibilität in hochdynamischen Märkten, oder das Bestreben zum Daten getriebenen Unternehmen zu werden.

Zudem arbeitet eine neue Mitarbeitergeneration in Unternehmen: eine Generation, die es gewohnt ist und erwartet, schnell, jederzeit, flexibel und mit hohem Anspruch an sogenannte User Experience (also grafische Präsentation und haptische und audiovisuelle Interaktion) mit analytischen Lösungen zu arbeiten – Kurz: Tablett, Sprachinterface oder gar 3D-Visualisierung – wie zuhause – werden erwartet, im Arbeitsalltag immer noch der Papier-Report vom letzten Monatslauf geliefert. Dies manifestiert sich in Organisationen auch in Konflikten und Konkurrenz zwischen alten BI/DWH-Bereichen mit klassischen Lösungen und neuen „hippen“ Big Data / Analytics / KI-Bereichen, denen viel Aufmerksamkeit (Budget) auf dem Weg zur Data Driven Company zuteilwird.

Insofern wird auch kolportiert, BI sei tot. Dies wollen wir in dieser Ausgabe von BI-Spektrum kontrovers betrachten, ist dies so und es gibt bessere Alternativen, oder sind lebensverlängernde Maßnahmen dringend angeraten und wie können diese aussehen.

Einreichung der Abstracts bis zum 10.02.2019 an christoph.witte(at)sigs-datacom.de


Mögliche Themen sind zum Beispiel:

      • BI/DWH-Retirement: Wie kann eine konventionelle BI/DWH-Landschaft außer Dienst gestellt werden? Wie werden dann Alternativen aufgebaut und eingeführt?
      • BI/DWH-Fitness: Wie kann in Jahrzehnte lang entwickelten und nach wie vor gut genutzten BI-Landschaften die Fitness hergestellt werden? Wie werden fette Report-Kataloge entschlackt, überbordende KPI-Bäume gestutzt und aufgeblähte DWHs so verschlankt, dass die BI-Landschaft wieder gern und effektiv genutzt und wertgeschätzt wird?
      • BI/DWH/Reporting-Modernisierung: Wie kann eine existierende BI/DWH/Reporting-Landschaft modernisiert und für mehr Agilität/Flexibilität verändert werden?
      • Analytics ohne BI/DWH/Reporting: Wie kann mittels State-Of-The-Art-Technologien, wie Big Data, Cloud Computing, KI und Machine Learning, Modernen Clients wie mobilen Endgeräten, Sprachdialogsystemen und vor allem ohne DWH und ohne IT-getriebes Reporting der Analyse und Informationsbedarf von Unternehmen bedient werden? Welche Tools, Lösungen und Architekturen existieren und inwiefern rechtfertigen diese den „Tot von BI!“
      • Koexistenz: Wie können konventionelle BI-Landschaften und moderne Big-Data/Analytics/KI-Lösungen sinnvoll koexistieren?
      • Moderne BI-Organisation: Wie können Spaltung, Konflikte, Konkurrenz zwischen altmodischen BI/DWH-Organisationen und neuen Big Data/Analytics/KI-Bereichen vermieden werden? Wie sieht eine mögliche Zusammenarbeit aus? Wie kann man voneinander lernen?
      • Business Cases: Wie berechnet und argumentiert man BI/DWH-Ablöse durch neue Technologien/Verfahren oder wie berechnet und argumentiert man den Erhalt und die Modernisierung klassischer BI-Landschaften?

      Wichtige Termine:

      • 10.02.2019: Einreichung des Abstracts
      • 18.03.2019: Späteste Abgabe des Reviewfähigen Beitrags
      • 24.06.2019: Erscheinungstermin

      Ist der Vorschlag akzeptiert, senden Sie bitte den Reviewfähigen Beitrag spätestens bis 18.03.2019 an die Redaktion. Bitte orientieren Sie sich bei der Erstellung Ihres Beitrages an den BI-SPEKTRUM-Autorenrichtlinien.

      Wenn Sie den Aufruf zu Beiträgen erhalten möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an Emanuel Rosenauer.