Community Artikel

TDWI Young Guns Mailing Dezember 2019 | KPI basierte BI Strategie – ein praxisorientierter Ansatz

Timo Baier & Ralph Ginzinger


Vorstellung

Timo gehört seit November 2018 zu den TDWI Young Guns und ist als BI Consultant im Microsoft Bereich bei der HighCoordination GmbH tätig. Neben der Betreuung von Themen rund um ETL, Data Warehousing und Reporting beschäftigt er sich mit der Konzeption von BI Strategien und der Geschäftskommunikation nach den International Business Communication Standards. Zudem interessiert er sich für Themen rund um den Bereich Analytics und potentiellen Use-Cases in Unternehmen.

Ralph ist Mitbegründer der HighCoordination Schweiz und bereits seit mehr als 12 Jahren im BI Bereich tätig. Seit Beginn seiner Karriere hat sich sein Fokus immer weiter hin zu strategischer, technologieunabhängiger BI Beratung verlagert. Dabei hilft er Unternehmen, die richtigen KPIs zu identifizieren, unternehmensweite Visualisierungsstandards zu etablieren und eine maßgeschneiderte BI Strategie umzusetzen – vom manuellen Reporting bis hin zu Advanced Analytics.


Persönliche Worte über Beweggründe, Motivation und Themeneinleitung

Neue Ideen, Entwicklungen oder erfrischende Begriffe im BI Bereich bedeuten nicht automatisch die erfolgreiche, datengetriebene Unterstützung, die Entscheider suchen. Wie man generell eine BI Strategie angehen kann, die nachhaltig zum Erfolg führt? Das möchte ich gerne im Folgenden erklären.

Unabhängig von Industrie, Geschäftsfeld oder Abteilung sollten die strategischen Ziele eines Unternehmens die Basis zur Formulierung einer BI Strategie bilden. Denn ohne klar formulierte Ziele kann der Erfolg dieser auch nicht kontrolliert werden. Wichtig dabei ist es, die richtigen Stakeholder frühzeitig einzubinden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle – im Sinne der definierten Strategie – diese Ziele verstehen auf der gleichen Basis agieren (kein Raum für Interpretationen!).

Sind alle Stakeholder identifiziert und informiert, wird in gemeinsamen Workshops eine gesammelte Darstellung an KPIs erstellt: Sämtliche aufgenommene Kennzahlen werden hierfür zusammengeführt und auf Abhängigkeiten sowie Wechselwirkungen überprüft – vor allem, wie sich diese effektiv auf die strategischen Ziele auswirken.

Um essentielle Kennzahlen weiter herauszuarbeiten, bietet es sich im Folgenden an, diese Kennzahlen bezüglich der Wichtigkeit und Verfügbarkeit einzuordnen, um im Anschluss den Fokus auf wichtige und verfügbare (low hanging fruits!) und wichtige aber weniger verfügbare Kennzahlen (strategisch wichtig!) zu legen.

Sind diese präzise formuliert, ausreichend dokumentiert und den beteiligten Stakeholdern zur Verfügung gestellt, bedeutet der nächste Schritt die Erstellung von Prototypen-Dashboards. Im letzten Schritt heißt es: Go live! Ein wirkliches Ende bedeutet das jedoch nicht, empfohlen wird eine intensive Auseinandersetzung mit dem Feedback und natürlich auch nach dem Start eine gelebte KPI Kultur – ganz im Sinne der (BI-) Strategie.


Aber bilde dir eine eigene Meinung – Hier ein paar spannende Links und Empfehlungen:


Meine Fragen an die Community

  1. Gibt es bei euch eine BI Strategie? Worauf basiert diese? Ist diese auf eure
    Unternehmensstrategie ausgerichtet?
  2. Wie sind eure Erfahrungen im Umgang mit KPIs – gibt es bei euch eine einheitliche Definition
    für Kennzahlen im gesamten Unternehmen? Besteht auch ein einheitliches Verständnis?
  3. Was sind für euch die wichtigsten Meilensteine bei der Konzeption oder Umsetzung einer BI
    Strategie?


Was meint ihr? Beteiligt euch jetzt an der Diskussion bei LinkedIn oder Slack.

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TDWI Young Guns Mailing September 2019 | Culture Analytics

Culture Analytics - Mit Daten die Organisationskultur nachhaltig gestalten

Julia Mehrtens & Prof. Dr. Peter Chamoni

Vorstellung

Julia ist seit August 2019 bei den TDWI Young Guns und beschäftigt sich mit der Analyse einer nachhaltigen Organisationskultur. Als Kulturgestalterin kann sie sich bei der Organisationsberatung, der Be in touch GmbH ausleben und bildet ihr Analysewissen Schritt für Schritt weiter aus. Dieses Wissen möchte sie Anfang 2020 in ihrer Masterthesis zum Thema „Cultural Data“ anwenden und vertiefen. Sie freut sich auf weiteren inspirierenden Erfahrungsaustausch mit den anderen TDWI Mitgliedern.

Peter ist Ehren- und Gründungsmitglied des TDWI e.V. Nach dem Studium der Mathematik und Betriebswirtschaft promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum in Operations Research und habilitierte dort zum Thema Entscheidungsunterstützungssysteme und Datenbanken. Seitdem erschienen von ihm zahlreiche Publikationen zum Thema Data Warehouse und Business Intelligence. Auf einschlägigen nationalen und internationalen Tagungen ist er Organisator, Autor und Fachgutachter.


Persönliche Worte über Beweggründe, Motivation und Themeneinleitung

Wenn die Rede von Daten, Digitalisierung und Transformation im Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit ist, dann müssen sich Organisationen mit einem zentralen Thema grundlegend auseinandersetzen - der Organisationskultur. Denn die Kultur ist das Gerüst einer gesunden Organisation. Sie sorgt für den Zusammenhalt und gibt Orientierung zwischen allen Beteiligten (Mitarbeiter, Kunden und Organisationsentscheider).

Die Idee einer Organisationskultur-Analyse besteht aus zwei Schritten, wobei der erste Schritt die Basis für weitere Kulturanalysen ist und sich der zweite Schritt auf eine fortgeschrittene Analyse fokussiert. Im ersten Schritt wird die Organisationskultur mit Hilfe von heterogenen Daten analysiert. Dazu werden Daten aus unterschiedlich strukturierten und verteilten Datenquellen in einem Data Warehouse integriert, um spätere Auswertungen zu ermöglichen. Das Ziel ist es, alle Anforderungen seitens Mitarbeiter, Kunden und Organisationsstrategie für die Entwicklung einer gemeinsamen Kultur auszuwerten. Im zweiten Schritt wird mit Hilfe von Data Science-Analysen Prognosen hergeleitet – Wissen was passiert, bevor es die Konkurrenz ahnt. Das Ziel einer fortgeschrittenen Organisationskultur-Analyse ist, auf Veränderungen frühzeitig reagieren zu können, um Mitarbeiterkompetenzen weiterzuentwickeln und Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse zu optimieren. In beiden Schritten ist die Herausforderung, alle bereichsübergreifenden Daten einer Organisation mit den Externen in einem Data Warehouse zu vereinen. Damit könne eine datengetriebene Organisationskultur-Analyse eine anwendbare Chance für erfolgreiche Organisationen der Zukunft werden.


Aber bilde dir deine eigene Meinung - Hier ein paar spannende Links:

Meine Fragen an die Community

  1. Was haltet ihr insgesamt von der Idee, die Kultur einer Organisation zu analysieren?
  2. Habt ihr bereits Erfahrungen damit gemacht oder kennt ihr jemanden, der sich dazu auch austauschen möchte?
  3. Lässt sich ein Data Warehouse mit allen Organisationsdaten (intern / extern) (inkl. HR) realisieren – Stichwort DSGVO?
  4. Habt Ihr Interesse, das Thema zu begleiten? Dann würde ich euch in Zukunft gerne auf dem Laufenden halten :)

Was meint ihr? Beteiligt euch jetzt an der Diskussion bei LinkedIn oder Slack.


Meine Highlights

Der schnelle und unkomplizierte Einstieg in die TDWI Young Guns Community und das Vertrauen untereinander, hat mich direkt beeindruckt und motiviert. Ich freue mich richtig auf die geplanten Meetups in Bonn und Köln. Des Weiteren bin ich neugierig, die anderen Community-Mitglieder auf den geplanten Veranstaltungen auch persönlich kennenzulernen. Ich bin super gespannt auf euer Feedback zu meinem Thema im September-Mailing.


Veranstaltungstipps von Julia

23.10.19: Meetup Bonn - Tritt unserer Meetup-Gruppe bei
12.11.19: c/o data science: Das neue Wissenscamp für Data Scientists!
29.+30.10.19: Corporate Culture Jam in Frankfurt
08.+09.06.20: Digital Misfits Festival in Köln

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Process Mining

Maximilian Walz & Timo Muntz

Vorstellung

Maximilian ist als Student seit einem Jahr bei den Young Guns und vertritt uns in Wien. Er beendet gerade sein Studium mit dem Fokus auf Process Mining und ist für die Master Thesis in München bei BMW im Entwicklungsressort. Einige von euch hatten die Chance Max auf der TDWI Konferenz in München kennen zu lernen und ihr wurdet bestimmt von ihm gescannt.

Timo ist erfahrener Projektleiter im Entwicklungsressort bei BMW in München und seit einigen Jahren mit Prozessen, deren Optimierung, Automatisierung und Digitalisierung betraut. Sein Hintergrund in Maschienenbau und Informatik hilft ihm dabei sehr. Bei allen Fragen rund um Mobilität, Autos und Volleyball ist Timo mehr als gerne für euch da.


Persönliche Worte über Beweggründe, Motivation und Themeneinleitung

Information Systems Prozesse sind viel mehr als nur einfache Abfolgen von Arbeiten, die gemacht werden müssen. Prozesse, die unter Einbindung von Daten UND Personen aufgebaut und strukturiert sind, bieten einen sehr spannenden und vielsagenden Einblick in egal welche Organisation. Es spielt dabei keine Rolle, ob es Value-Adding- oder Unterstützungsprozesse und Aktivitäten sind. Sauber definierte und strukturierte Abläufe sichern das Wissen und nicht zuletzt die Handlungsfähigkeit der jeweiligen Organisation. Als Beispiele dafür, wie es nicht geht, könnten zahllose Ämter gelten, während – man will es kaum glauben – die Deutsche Bank mit ihrer Kreditvergabe im Privatkundenbereich als Leuchtturm dienen kann. Wenn die meisten dieser Abläufe nun durch digitalisierte Workflow-Systeme automatisiert unterstützt werden, können Ressourcen effektiv zugewiesen, verwendet und schnelle Durchlaufzeiten sichergestellt werden. Ganz nebenbei entsteht natürlich noch das Öl unserer Zeit: Daten – genauer Log Files. Mit exakt diesen Zeitreihen-Daten ist es möglich nachzuvollziehen, was wann geschehen ist, wo Engpässe sind, welche Altivitäten parallel laufen könnten oder wo es stockt. Häufiges Zirkeln einzelner Aktivitäten kann dabei auf eine mangelnde Qualität, langes Verharren bei einzelnen Personen, hohe Komplexität oder Überlastung hindeuten. Mittels Process Mining sowie der Analyse der Log Files, kann man die offensichtlichen und noch viel wichtiger, die nicht offensichtlichen strukturellen Schwächen erkennen und lokalisieren, um diese zu beheben und temporäre Abhilfe zu schaffen, bis der Umbau abgeschlossen ist. Das Feld rund um Process Mining ist ein sehr rapide Aufsteigendes. Eine Münchner Firma hat es tatsächlich vom kleinen Startup bis zum Unicorn geschafft. Wenn ich es geschafft habe, meine Faszination mit euch zu teilen, sind unten ein paar Links zu spannenden Artikeln.


Ausgewählte Themen/Artikel

Unleash the value of PROCESS MINING - A powerful capability for (citizen) data scientists
Process Mining Manifesto
Coursera - Process Mining: Data Science in Action


Meine Fragen an die Community

  • An alle BI-Spezialisten: Seid ihr schon mal mit Log Files in Berührung gekommen? Genauer mit Log Files aus Workflow Systemen?
  • Seht ihr Potential in Process Mining Technologien? Wie seht ihr Prozesse in Kombination mit RPA?
  • Bestehen Riskien, wenn ja welche?

Was meint ihr? Beteiligt euch jetzt an der Diskussion in SLACK oder XING.


Meine Highlights

In kurz: das TDWI Young Guns BarCamp, das ich in Wien organisieren durfte! Es war eine fantastische Mischung aus Menschen – jung und alt, städische Verwaltung und Privatwirtschaft, Start-Up und altes KMU – da. Der Geschlechtermix war sehr ausgewogen und eher zugunsten der Damen. Von Conference Doodles über ein Weltcafé bis hin zu langen Diskussionen weit nach Mitternacht, war alles dabei. Natürlich war auch die Konferenz in München, auf der ich das erste Mal war, sehr beeindruckend. Die Stimmung war super, viele spannende Leute und Themen, sehr gutes Catering und natürlich die 15 Jahres Party! :)

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Neue Ideen, Weiterentwicklung und mehr Sichtbarkeit

Was unser Stand auf der TDWI Konferenz alles bewirkt hat

Jahr #3 für die Young Guns auf der TDWI Konferenz in München und wir nehmen Fahrt auf! Dieses Jahr waren wir erstmalig mit einem eigenen Stand vertreten. Was das für ein Gefühl war? MEGA! „Wenn man gerade nicht weiß wohin, geht man an den Young Guns Stand und trifft immer jemanden, um sich zu unterhalten. Es fühlt sich schon etwas nach Heimat an.“ Mit diesem Gefühl war Melina nicht alleine. Für Raphael fühlte es sich nach einer Art „Klassentreffen, aber im positiven Sinne“ an. Auch Max und Julian finden, dass der Stand einen neuen Punkt für die Young Guns gesetzt hat. Nicht zuletzt natürlich durch die Menschen, die offen sind und neue Menschen direkt herzlich in Empfang nehmen. Aber auch die Gestaltung und Ausstattung waren „allererste Sahne“ (wir hatten nämlich einen Rasberry Pi mit Mario Kart, Tekken 3 und Streetfighter dabei).

Unsere 6m² waren Dreh- und Angelpunkt unserer kleinen, aber feinen Community. „So viele interessierte, neue Kontakte auf einmal hatten wir noch nie!“ sagt Alex, die seit der Gründung Teil vom Kernteam ist. „Es war wirklich ein voller Erfolg. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Young Guns Aktivitäten und auch schon wieder auf die Konferenz 2020!“

Für die nächsten Treffen und Veranstaltungen sind wir schon in der Planung: deutschlandweite Apéros, Frühlings-Barcamps und neue Veranstaltungsformate.

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